...Tipps und Infos für Einsteiger

 

Tipps und Infos


Haben Sie schon öfter den Seglern und Motorbootfahrern auf Seen oder an der Küste zugeschaut mit dem Gedanken: "Das müßte ich selbst einmal lernen..."? Aber wie und wo beginnen?

Zunächst sollten Sie einmal überlegen, was Sie am Segel- und Motorbootsport am meisten interessieren würde. Wie in den meisten Bereichen so sollte man auch hier nicht vieles gleichzeitig beginnen, sondern Schwerpunkte setzen und sich darauf aufbauend nach und nach weitere Felder erschließen.

Vielleicht haben Sie ja auch bereits einige Segelerfahrung und überlegen nun, wie Sie Ihre Ausbildung fortsetzen sollen?

Segeln

Vor allem Segeln ist eine "Lifetime-Sportart", die in einer ihrer vielen möglichen Varianten in einer Altersspanne von etwa 6 bis weit über 70 Jahren betrieben werden kann. Es ist von fast jedermann/frau zu erlernen und stellt im Vergleich eine komplexe und vielfältige Sportart dar, die für (fast) alle Ansprüche etwas bietet. Man kann gemütliches Wochenend-Ausflugssegeln mit Picknick und Grillen betreiben, Fahrtensegeln mit Jollen und kleinen Kajütbooten, Regattasegeln mit ausgesprochenen "Rennziegen", ruhig dahingleiten auf stabilen sicheren Yachten oder Hochseesegeln mit richtigen "Schiffen" und hohem Anspruch an die Navigation. Kinder finden ihre eigenen kleinen Bootstypen, Fahrtensegler sichere Seeschiffe, Sportler ihre "Turngeräte", ältere Leute geeignete, sichere und gutmütige Boote.

Durch die Möglichkeiten, in einem Verein zu segeln, Boote zu chartern oder auch eines der zur Zeit in größerem Umfang angebotenen Gebrauchtboote zu erwerben, müssen die Kosten nicht höher sein als bei anderen Sportarten, wie Tennis, Ski- oder Radfahren.

Motorbootfahren

Motorbootfahren ist ebenfalls eine Betätigung, die in jeder Lebensphase ausgeübt werden kann. Mindestalter für die entsprechenden Führerscheine ist allerdings 16 Jahre. Beim Motorboot liegt der Schwerpunkt eindeutig auf den Fahrtenaktivitäten, ausgesprochen sportliche Varianten (gemeint ist hier Sport im engeren Sinne als körperliche Betätigung) sind hier seltener. Sie können wählen zwischen gemütlichen Verdränger-Bootstypen und schnellen Gleitern, die auf dem Wasser erhebliche Geschwindigkeiten erreichen können.

Ein Motorboot erschließt Ihnen vielfältige Aktivitäten vom Wasserwandern über Angeltouren bis hin zum Wasserskisport.

Der Umgang mit einem Motorboot ist meist schneller und einfacher zu erlernen als das Segeln, allerdings wiederum nicht so leicht, wie häufig angenommen wird. Auch das Führen eines Motorbootes erfordert einige Kenntnisse und Erfahrung!

Spezielle Tipps

Haben Sie schon Ihre Vorlieben entdeckt? Nachfolgend finden Sie eine Reihe wichtiger Tipps, wenn Sie

  • Einsteiger/in sind und (überwiegend) segeln möchten,
  • Einsteiger/in sind und ausschließlich Motorboot fahren möchten
  • bereits gute Segelkenntnisse und -Erfahrungen auf geschützten Gewässern besitzen und nun mit größeren Yachten auf See segeln möchten,
  • geringe oder keine Segelkenntnisse besitzen und es Ihr Ziel ist, mit größeren Yachten auf See zu segeln,
  • bereits wissen, welchen Führerschein Sie anstreben, aber keine Zeit finden für regelmäßige Kurse oder einen längeren Seminaraufenthalt,
  • an Booten und Wassersport interessiert sind, aber noch nicht so genau wissen, was für Sie das Richtige ist.

Sind Ihre besonderen Vorstellungen hier nicht aufgeführt oder möchten Sie mehr wissen?

Rufen Sie uns an oder senden Sie uns eine e-mail!

 

Sie möchten segeln  

Segeln lernen können Sie auf vielfältige Weise, in ausführlichen Kursen oder in kleinen Schritten über einen längeren Zeitraum. Das Schöne und Interessante: Auch nachdem Sie gelernt haben, mit einem Segelboot umzugehen, werden Sie immer wieder neue Dinge entdecken, die Sie ausprobieren und sich aneignen können! Segeln wird nie langweilig – außer zugegebenermaßen manchmal bei "Totalflaute".

Eines werden Ihnen alle seriösen Ausbilder und Ausbildungsstätten empfehlen: Richtig segeln lernen Sie in der Regel nur auf einem kleinen (2 Personen-) Boot, denn nur hier erfahren Sie die Reaktionen des Bootes auf Ihre Bootsführung direkt und unmittelbar. Und Sie müssen alles selbst erledigen, es steht keine Crew für die verschiedenen Tätigkeiten zur Verfügung. Richard Bode nennt sein Buch über Segeln und die Gezeiten des Lebens nicht umsonst "Nimm zuerst ein kleines Boot...".
Beginnen Sie Ihre Segelausbildung also auf einer Jolle oder einem offenen Kielboot!

Die ruhige Variante

Sie können zunächst einen Schnupper- oder Grundkurs – Zeitdauer bei uns eine bzw. zwei Wochen – belegen, in dem Sie die Grundkenntnisse in angenehmer Urlaubsatmosphäre und ohne Prüfungsstress erlernen. Nach einer Woche beherrschen die meisten Teilnehmer/innen die wichtigsten Grundmanöver und sind in der Lage, mit einem Segelboot unter günstigen Bedingungen ohne Segellehrer/in zu segeln. Nach zwei Wochen haben Sie weitere wichtige Manöver erlernt und bereits einige Sicherheit gewonnen.

Für alle, die es beim Segeln lernen gern langsamer angehen lassen, ruhigeres Lernen bevorzugen und eine ihren Wünschen und Bedürfnissen besonders angepasste Ausbildung bevorzugen, bietet sich statt der regulären Schnupper- und Grundkurse ein "Schritt-für-Schritt-Kurs" (eine oder zwei Wochen) an. Diese kombinierten Praxis- und Theoriekurse werden von einem Segellehrer in einem ausgewogenen Mix aus Theorie und Praxis in sehr kleinen Gruppen (2-3 Personen) durchgeführt und besonders intensiv betreut.

Wenn Sie möchten, können Sie die zweiwöchigen Grund- und Schritt-für-Schritt- Kurse mit der Prüfung zum Segel-Grundschein des Verbandes deutscher Sportbootschulen (VDS) abschließen. Dieser Schein ist überwiegend auf die Praxis ausgerichtet, die Prüfung erfordert bei weitem nicht den Aufwand eines amtlichen Sportbootführerscheines.

Bei dieser Ausbildung können Sie es belassen, möglicherweise in bestimmten Abständen einen Auffrischungskurs belegen. Oder Sie beginnen später in der Saison oder im nächsten Jahr einen Kurs zum Sportbootführerschein-Binnen/Segeln (früher "A-Schein"). Dieser Kurs wird Ihnen mit Ihren Vorkenntnissen leichter fallen, als Ihren Kurskollegen/innen ohne Segelerfahrung und Sie können einen weniger umfangreichen Praxisteil buchen, wenn Sie die erworbenen Kenntnisse aus dem Grundkurs noch parat haben.

Binnensegeln

In einem Kurs zum Sportbootführerschein-Binnen/Segel (früher: "A-Schein"), den Sie für viele Binnenreviere benötigen, können Sie ohne Vorkenntnisse Segeln lernen. Die Prüfung zu diesem Führerschein besteht aus einem Theorie- und einem Praxisteil, die getrennt innerhalb eines Jahres abgelegt werden können.

Wenn Sie neben Ihrem Segelkurs noch ausreichend Zeit für weitere Urlaubsaktivitäten haben wollen, empfehlen wir, den Theorieteil vor Ihrem Urlaub zu absolvieren und die Theorieprüfung bereits in Ihrem Heimatort oder in dessen Nähe abzulegen. Dies können Sie selbstverständlich im Rahmen eines Winter-Theoriekurses bei einer Ausbildungsstätte vor Ort erledigen. Wir bieten Ihnen aber seit 1991 als erste Segelschule die Theorie auch als Fernkurs an, den Sie jederzeit beginnen und terminunabhängig durchführen können – selbstverständlich mit Betreuung durch uns. Die Prüfungskommissionen des Deutschen Segler-Verbandes finden Sie in allen Regionen Deutschlands, auch in der Nähe Ihres Wohnortes. Den Kontakt stellen wir her.
Auch der umgekehrte Weg ist möglich: Zunächst belegen Sie die Praxis- und erst später die Theorieprüfung.

Unabhängig davon, wo Sie die Praxisausbildung absolvieren – wir empfehlen dringend, keine Kurse unter einer Dauer von ca. zwei Wochen zu wählen, wenn Sie noch keine oder geringe Vorkenntnisse besitzen. Um Segeln sicher zu erlernen, ist eine bestimmte Zeit erforderlich, die nur in Ausnahmefällen unterschritten werden sollte. Denn der Führerschein soll ja ein Befähigungsnachweis sein und nicht nur als reiner "Wandschmuck" dienen können.

Wir bieten Ihnen in Maasholm die Praxisausbildung als zwei- oder dreiwöchigen Kurs an. Beide Kurse beinhalten die gleiche Stundenzahl. Der dreiwöchige Kurs ist besonders geeignet, wenn Segeln nicht die einzige Urlaubsaktivität sein soll, denn die tägliche Segelzeit ist geringer als beim Zweiwochenkurs. Auf Wunsch und zur Intensivschulung führen wir auch Vierwochenkurse durch.

Falls gewünscht, kann der Sportbootführerschein-Binnen um einen Motorteil ergänzt werden.

Küstensegeln

Wenn Sie bereits wissen, daß Sie ausschließlich an der Küste segeln wollen, benötigen Sie keinen amtlichen Sportbootführerschein-Binnen/Segeln. Im Geltungsbereich der "Seeverkehrsregeln" können Sie mit einem Segelboot (sofern es keine Maschine von mehr als 3,68 KW/5 PS an Bord hat) ohne Führerschein segeln. Zu den Seegewässern zählen z.B. auch die Schlei oder die Flensburger Förde. Wie Sie aber wahrscheinlich bereits richtig vermuten, sind für das Segeln an der Küste im allgemeinen wegen der raueren Bedingungen bessere Segelkenntnisse und größere Erfahrung erforderlich als auf den meisten Binnenrevieren.

Wir empfehlen, einen zwei- oder dreiwöchigen Grundkurs zu belegen, der nicht mit einer amtlichen Führerscheinprüfung abschließt. Anschließend oder in der nächsten Saison sollten Sie einen Kurs zum Sportbootführerschein-See besuchen, in dem Sie die Verkehrsregeln, Seemannschaft, Wetterkunde und die Grundkenntnisse der Navigation im Küstenbereich erlernen. Sie haben mit diesem amtlichen Führerschein dann auch gleichzeitig den Grundstein für das Segeln auf einem größeren seegehenden Boot gelegt: Er ist für alle Yachten mit einer Maschine von mehr als 3,68 KW/5 PS auf Küsten-/Seegewässern erforderlich. Allerdings enthält der Sportbootführerschein-See keinen Segelteil, weshalb Seesegler darauf aufbauend mindestens einen weiterführenden "Seesegelschein" erwerben. Doch dazu Näheres unter "...auf See segeln".

Die Theorieausbildung zum Sportbootführerschein-See können Sie auch im Fernkurs absolvieren.

Ein in jedem Fall wichtiger Tipp für Ihre zukünftige "Seglerkarriere": Führerscheine sind notwendig, aber eines ist noch wichtiger: Segeln, segeln, segeln, segeln... Oder wie es ein bekannter Regattasegler einmal etwas pathetisch ausgedrückt hat: "Keine Stunde auf dem Boot ist eine verlorene Stunde!"

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Sie möchten Motorboot fahren

Wie bereits oben erwähnt benötigen Sie für die Motorboot-Ausbildung wesentlich weniger Zeit als für einen Segelkurs. Jedoch müssen Sie auch für die Manöver unter Motor trainieren. Insbesondere, wenn es am Steg oder im Hafen eng wird und Sie stärkeren Wind haben, werden Sie ohne ausreichende Übung nicht klar kommen.

Motorbootfahren Binnen

Einen Sportbootführerschein-Binnen/Motor können Sie in einer knappen Woche in einem Intensivkurs erwerben. Der zeitliche Schwerpunkt liegt dabei auf der Theorieausbildung, die Praxisausbildung umfasst bei uns in Maasholm vier Unterrichtsstunden (auf Wunsch kann auch eine längere Praxisausbildung vereinbart werden).

Motorbootfahren in Küstengewässern

Für das Motorbootfahren auf Küsten- und Seegewässern ist der Sportbootführerschein-See der "Einstiegsführerschein". Es handelt sich dabei um einen reinen Motorboot-Führerschein, der ebenfalls in einer Woche als "Crashkurs" mit abschließender Prüfung zu absolvieren ist. Da er mehr Lehrstoff umfaßt als der SBF-Binnen, sollten Sie diese Woche zeitlich vollständig für Ihre Ausbildung reservieren. Entspannter, aber immer noch als "Intensivkurs" zu bezeichnen ist jedoch ein zweiwöchiger Kurs, den wir wegen der etwas großzügigeren Zeiteinteilung als bessere Alternative dringend empfehlen.

Wenn Sie nach Erwerb des Sportbootführerschein-See einige Erfahrung gesammelt haben, können Sie mit einer Ausbildung und Prüfung zu den amtlichen aber freiwilligen Führerscheinen Sportküstenschifferschein, Sportseeschifferschein und Sporthochseeschifferschein jeweils unter Maschine Ihre Kenntnisse und Ihre Qualifikation als Schiffsführer/in weiter verbessern. Für nähere Informationen und Fragen dazu rufen Sie uns am besten an.

Kombination Binnen und Küste/See

Falls Sie von vornherein beide Führerscheine anstreben, empfiehlt es sich, mit dem Sportbootführerschein-See zu beginnen. Die Praxisprüfung zum SBF-See wird Ihnen für den SBF-Binnen/Motor anerkannt, so dass sie für den Binnenschein dann die Praxisausbildung und auch die Praxisprüfung sparen.
Sie sollten auch überlegen, ob ein günstiger Kombinationskurs SBF-See und –Binnen/Motor für Sie in Frage kommt, bei dem Sie einiges an Zeit und Kosten sparen können.

Die Theorieausbildung zu den Führerscheinen können Sie auch im Fernkurs absolvieren.

Tipp: Halten Sie nach Erwerb eines Führerscheins Ihre Ausbildung nicht für beendet, sondern üben Sie bewusst gelegentlich auch sonst weniger gefahrene Manöver. Fühlen Sie sich noch unsicher, könnte ein spezielles Skipper-/Manövertraining eine gute Sache sein.

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Sie besitzen gute Segelkenntnisse und möchten nun auf See segeln

Wenn Sie mit einer Jolle oder einem offenen Kielboot bereits gut umgehen können und auch etwas mehr Wind nicht scheuen, dann steht Ihrer "Seeseglerkarriere" auf einer größeren seegehenden Yacht nichts mehr im Wege.

Sie beginnen Ihre Ausbildung mit dem Sportbootführerschein-See (SBF-See), in dem Sie die Verkehrsregeln, Seemannschaft, Wetterkunde und die Grundkenntnisse der Navigation im Küstenbereich erlernen. Dieser Führerschein ist für Yachten mit einer Maschine von mehr als 3,68 KW/5 PS auf Küsten-/Seegewässern amtlich erforderlich und Voraussetzung für den Erwerb weiterer Führerscheine im Bereich Küste/See. Die theoretische und die praktische Prüfung müssen – anders als bei den übrigen Sportbootführerscheinen – zusammen an einem Tag abgelegt werden.

Allerdings enthält der Sportbootführerschein-See keinen Segelteil, weshalb Sie darauf aufbauend einen weiterführenden "Seesegelschein", den Sportküstenschifferschein (SKS, ersetzt den früheren Segelführerschein BR) erwerben. Dieser legt die praktischen und theoretischen Grundlagen für das Segeln auf See und stellt einen wichtigen Qualifikationsnachweis z.B. beim Chartern, für Versicherungen u.ä. dar.

Der Sportküstenschifferschein (SKS) wurde im Oktober 1999 als amtlicher aber "freiwilliger" Führerschein neu eingeführt. Den ehemaligen BR-Schein des Deutschen Segler-Verbandes (DSV) wie auch die übrigen DSV-Führerscheine (A, BR, BK, C) gibt es mit Stichtag 01.01.2003 nicht mehr. Damit sind bisher parallel bestehende gleichrangige Führerscheine abgeschafft und das deutsche Führerscheinsystem ist glücklicherweise etwas übersichtlicher geworden.

Für die Ausbildung zum Sportbootführerschein-See (Theorie und Praxis Motorbootfahren) und die Theorieausbildung zum SKS (Praxis separat auf speziellem Ausbildungstörn) benötigen Sie im Intensivkurs mindestens jeweils eine Woche. Kürzere Kurszeiten sind wegen des nun einmal vorhandenen großen Lehrstoffumfangs nicht seriös. Falls Ihre Zeiteinteilung keine volle Konzentration auf den Kurs zulässt, ist auch eine Kursdauer von jeweils zwei Wochen möglich (unsere Empfehlung).

Der Intensivkurs zum Sportbootführerschein-See schließt mit der kombinierten theoretischen und praktischen Prüfung ab.
Nach der Theorieausbildung zum SKS können Sie ebenfalls die entsprechende Theorieprüfung ablegen. Da Sie innerhalb einer Woche jedoch keine ausreichende Zeit zur persönlichen Prüfungsvorbereitung haben, ist dringend noch eine Zeit von mindestens einer, besser jedoch mehreren Wochen zu empfehlen, in der Sie sich intensiv persönlich auf den umfangreichen Prüfungsstoff vorbereiten können (insbesondere die Kartenaufgaben!). Die Prüfung können Sie dann in Ihrem Heimatort oder in dessen Nähe ablegen, wir haben Adressen und Kontakte zu den in allen Regionen des Bundesgebietes vorhandenen Prüfungsausschüssen.

Die Praxisprüfung auf einer seegehenden Yacht müssen Sie innerhalb eines Zeitraums von zwei Jahren nach bestandener Theorieprüfung ablegen. Dazu nehmen Sie an einem mindestens einwöchigen Ausbildungstörn teil, auf dem auch ein großer Teil der (zur Praxisprüfung) nachzuweisenden 300 Seemeilen gesegelt wird und der mit der Praxisprüfung abschließt.
Da mit Einführung des Sportküstenschifferscheines die Praxisprüfung deutlich umfangreicher geworden ist, empfiehlt es sich ganz allgemein dringend, die gesamten zu absolvierenden Seemeilen und das notwendige Manövertraining zum SKS nicht innerhalb eines Törns von lediglich einer Woche Dauer zu planen. Rechnen Sie nur einmal nach: Sechs Fahrttage, davon manchmal ein oder zwei Tage wegen Starkwind/Sturm nicht (vollständig) nutzbar, also mindestens ca. 50 bis 60 Seemeilen Strecke am Tag, entspricht bei 5 Knoten Durchschnittsgeschwindigkeit 10 bis 12 Stunden Segelzeit und zusätzlich noch intensives Manövertraining für die Prüfung...! Eine gute und solide Ausbildung ist so nicht gewährleistet. Bedenken Sie bitte, dass sich Ihnen später als Schiffsführer/in Ihre Familie oder Ihre Freunde anvertrauen, die Sie auch in schwierigeren Situationen sicher wieder in den Hafen bringen müssen! Deshalb setzen wir für unsere Ausbildungstörns mit abschließender SKS-Prüfung mindestens 100 Seemeilen nachgewiesene Segelerfahrung auf See voraus (können auch mit Freunden/Bekannten/Verwandten gesegelt sein), besser ist natürlich eine noch größere Törnerfahrung.
Selbstverständlich sind auch zweiwöchige Ausbildungstörns möglich!

Wenn Sie bereits gute Törnerfahrung auf See besitzen und eine ausreichende Zahl bestätigte Seemeilen vorhanden sind, können Sie die Praxisausbildung für den SKS als Manövertraining (4 Tage) durchführen. Sie werden hier sorgfältig auf die Prüfung vorbereitet, Prüfungsmanöver werden intensiv geübt.

Mit einem Kombinationskurs Sportbootführerschein-See + SKS sparen Sie Ausbildungkosten. Sie müssen jedoch (leider) auch hier beide Prüfungen getrennt ablegen. Die Theorieausbildung zu den Führerscheinen können Sie auch im Fernkurs absolvieren.

Tipps: Wenn Sie die Möglichkeit dazu haben, empfehlen wir dringend, vor Ihrer SKS-Ausbildung an einem oder mehreren Seetörns teilzunehmen. Dies muss kein professioneller oder Schultörn sein, auch Törns mit Freunden oder Bekannten sind sinnvoll. Auf Ihrem allerersten Seetörn lernen Sie eine faszinierende, aber für Sie bisher unbekannte und nicht vertraute Art des Segelns kennen. Wenn Sie diesen Schritt bereits vor Ihrem Prüfungstörn getan haben, erleichtert dies vieles, fördert den Spaß an der Sache und verbessert die Lernerfolge bei der Praxisausbildung deutlich.

Wenn Sie sich nach den bestandenen Führerscheinprüfungen zunächst noch nicht ausreichend sicher fühlen, selbst eine Segelyacht auf See zu führen, sollten Sie an weiteren Seetörns teilnehmen. Dabei ist es sinnvoll, darauf zu achten, dass Sie an Bord auch mit verantwortungsvollen Aufgaben betraut werden und die wichtigen Manöver festigen können. Auch ein spezielles Skipper-/Manövertraining (vor allem auch Hafenmanöver unter Maschine!) kann Ihnen hier die notwendige Sicherheit verleihen.

Allerdings sollten Sie auch nicht zum "ewigen Mitsegler" werden, wenn Sie einmal eine Yacht auf See selbst führen möchten - einmal müssen Sie auf eigene Verantwortung los! Am besten wählen Sie zunächst ein etwas kleineres, "handigeres" Boot in geschützten Revieren, wo Sie sich mit Yacht und Schiffsführung vertraut machen können, bevor Sie im weiteren Törnverlauf dann auch längere Schläge auf See hinaus segeln.

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Sie möchten (ausschließlich) auf See segeln, besitzen aber keine oder nur geringe Segelkenntnisse

Segeln lernen Sie in der Regel nur auf einem kleinen (2 Personen-) Boot, denn nur hier erfahren Sie die Reaktionen des Bootes auf Ihre Bootsführung direkt und unmittelbar. Und Sie müssen alles selbst erledigen, es steht keine Crew für die verschiedenen Tätigkeiten zur Verfügung. Beginnen Sie Ihre Segelausbildung also in jedem Fall auf einer Jolle oder einem offenen Kielboot! Mit soliden Segelkenntnissen auf kleinen Booten können Sie dann Ihre Ausbildung auf einer seegehenden Yacht fortsetzen.

Wir empfehlen, zunächst einen ausführlichen Grundkurs (zwei Wochen) zu belegen. Wenn Sie möchten, können Sie diesen mit dem Segel-Grundschein des VDS abschließen. Dieser Schein ist überwiegend auf die Praxis ausgerichtet, die Prüfung erfordert bei weitem nicht den Aufwand eines amtlichen Sportbootführerscheines.

Wenn Sie es nicht zu eilig haben, sammeln Sie anschließend Segelerfahrung auf kleinen Booten. Wenn Sie sich auf dem Boot sicher fühlen, belegen Sie die für die Führerscheine auf Seegewässern erforderlichen Kurse, wie oben unter "Seesegeln" beschrieben.

Tipp: Sie können auch einen Grundkurs zeitlich mit dem amtlichen Sportbootführerschein-See kombinieren (nur bei 2-Wochen Kursen SBF-See, bei einwöchigen Kursen nicht möglich), in dem Sie die Verkehrsregeln, Seemannschaft, Wetterkunde und die Grundkenntnisse der Navigation im Küstenbereich erlernen. Sie haben mit diesem amtlichen Führerschein dann auch gleichzeitig den Grundstein für das Segeln auf einem größeren seegehenden Boot gelegt: Er ist für Yachten mit einer Maschine von mehr als 3,68 KW/5 PS erforderlich. Allerdings enthält der Sportbootführerschein-See keinen Segelteil, weshalb Seesegler darauf aufbauend mindestens einen weiterführenden "Seesegelschein" erwerben. Doch dazu Näheres unter "Seesegeln".

Die Theorieausbildung zu den Führerscheinen können Sie auch im Fernkurs absolvieren.

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Sie finden keine Zeit für regelmäßige Kurse

Für die Theorieausbildung zu den Wassersportführerscheinen bieten sich in diesem Fall Fernkurse an, die jederzeit begonnen und nach eigener Zeiteinteilung absolviert werden können. Lediglich der Prüfungstermin muß an die (meist zahlreichen) von den Prüfungsausschüssen geplanten Termine angepaßt werden.

Als erste Segelschule führen wir Fernkurse seit 1991 durch und haben mit deren Organisation und Betreuung deshalb langjährige Erfahrung: Sie erhalten den Lehrstoff nach und nach in mehreren Abschnitten – bei den meisten Kursen ca. 6-8 Lektionen, die jeweils mit Übungsaufgaben abschließen. Die bearbeiteten Übungen senden Sie uns zu, wir korrigieren diese und geben Ihnen Hinweise zu Ihrer weiteren Arbeit. Gleichzeitig erhalten Sie die nächste Lektion. Bei Fragen können Sie uns jederzeit anrufen, wir beraten Sie und geben Ihnen Hinweise für Ihr weiteres Vorgehen.

Am Ende eines Fernkurses steht entweder ein Abschlussseminar mit anschließender Prüfung an einem "verlängerten Wochenende" bei uns in Maasholm, das auch die Motorboot-Praxisausbildung für die entsprechenden Führerscheine (SBF-See, SBF-Binnen/Motor optional) umfasst. Oder Sie legen für alle Führerscheine, bei denen Theorie- und Praxisprüfung getrennt absolviert werden können, die Theorieprüfung in der Nähe Ihres Heimatortes ab. Prüfungskommissionen finden Sie von Kiel bis München, wir stellen den Kontakt her.

Für Ihre Segel-Praxisausbildung ist eine gewisse Mindestausbildungszeit nicht zu umgehen. Dies gilt insbesondere für die Praxiskurse zum Erlernen des Segelns, so dass Sie hier nur "abkürzen" können, wenn Sie bereits über einige Vorkenntnisse verfügen.

Wenn Sie eine Jolle/ein offenes Kielboot beherrschen, bereits gute Törnerfahrung auf See besitzen und eine ausreichende Zahl bestätigte Seemeilen vorhanden sind, können Sie die Praxisausbildung für die "Seesegelscheine" als Manövertraining (4 Tage) absolvieren. Sie werden hier sorgfältig auf die Prüfung vorbereitet, Prüfungsmanöver werden intensiv geübt.

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Sie wissen noch nicht so genau, was für Sie das Richtige ist

Wie in anderen Bereichen auch gilt hier "Versuch macht klug" oder "Probieren geht über studieren". Nachdem Sie die eine oder andere Möglichkeit einmal ausprobiert haben, werden Sie in der Regel wissen, was Ihnen zusagt. Dabei sollten Sie zwei Gesichtspunkte berücksichtigen: Einerseits sollte natürlich der Aufwand nicht zu groß sein, denn möglicherweise stellen Sie fest, dass Ihre Interessen doch auf anderem Gebiet liegen. Andererseits empfehlen wir dringend, Ihre "Testphase" nicht zu kurz anzulegen. Segeln Sie z.B. nur einmal ein paar Stunden auf einem Boot mit, wird Ihr Eindruck sehr unterschiedlich sein, je nachdem, ob Sie Sonnenschein, warme Temperaturen und mäßigen Wind oder Regen, Starkwind und vielleicht noch eine unsichere Schiffsführung erwischen.

Unsere einwöchigen "Segel-Schnupperkurse" führen Sie in die Segelpraxis so weit ein, dass Sie in der Regel das Boot unter günstigen Bedingungen ohne Segellehrer/in führen können. Der zeitliche und finanzielle Aufwand hält sich dabei deutlich im Rahmen (Montag bis Freitag, 3 Stunden pro Tag).

Möchten Sie einmal ein Motorboot ausprobieren, können Sie gegen einen geringen finanziellen Beitrag als Gast an einer Ausbildungseinheit teilnehmen und auch einmal selbst das Ruder übernehmen.

Wenn Sie die Möglichkeit haben, fahren Sie bei Freunden oder Bekannten auf deren Boot mit!

Küsten- und Seesegeln können Sie auf einem ein- oder zweiwöchigen Urlaubstörn ausprobieren. Solche Törns sind häufig auch für Einsteiger geeignet. Sie nehmen als Crewmitglied an der Bordroutine teil – je nach Kenntnissen und Möglichkeiten und unter fachkundiger Anleitung selbstverständlich.

Tipp: Fragen Sie auch einmal einige andere Segler und Motorbootfahrer, deren Führerscheinprüfungen noch nicht all zu lange zurück liegen, nach deren Erfahrungen in Ausbildung und späterer Praxis!

Gern beraten wir Sie hinsichtlich Ihrer speziellen Wünsche und Vorstellungen. Rufen Sie uns an oder senden Sie uns eine e-mail! Oder vereinbaren Sie ein persönliches Gespräch in Maasholm oder im Winterhalbjahr auch im Raum Hannover.

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Die wichtigsten Wassersportführerscheine


Das deutsche Führerscheinsystem für Sportbootfahrer ist vergleichsweise umfangreich und für Einsteiger häufig etwas unübersichtlich. Man könnte durchaus einen abendfüllenden "Kursus" mit diesem Thema bestreiten.

Die nachfolgende Aufstellung gibt Ihnen einen ersten Überblick über die wichtigsten Führerscheine. Wenn Sie Detailfragen zu deren Inhalten, Voraussetzungen und Geltungsbereichen haben, rufen Sie uns an! Gern beraten wir Sie, wenn es um den für Ihre Vorstellungen günstigsten Führerschein geht.

(Stand: 01.01.2008 - alle Angaben nach bestem Wissen, aber ohne Gewähr)

Geltungsbereich

Führerscheine

Binnen (Qualifikationsnachweis über Grundkenntnisse)

VDS-Segelgrundschein

Binnen (Qualifikationsnachweis und Berechtigung zur Regattateilnahme, kein amtlicher Führerschein)

Sportsegelschein des DSV
(Ausbildung und Prüfung nur durch DSV-Vereine)

Binnen

Sportbootführerschein-Binnen (SBF-Binnen)
Segel oder/und Motor*

Küste bis ca. 3 sm Entfernung

Sportbootführerschein-See (SBF-See)

Küste bis 12 sm Entfernung

Sportküstenschifferschein (SKS)
Motor/Segel+Motor

Küste weltweit bis 30 sm Entfernung; zusätzlich Ostsee, Nordsee, schottische und irische See, Bristol-Kanal, Mittelmeer, Schwarzes Meer

Sportseeschifferschein (SSS)
Motor/Segel+Motor

Hochsee weltweit

Sporthochseeschifferschein (SHS)
Motor/Segel+Motor

Unterstrichen+hervorgehoben: Amtlich erforderliche Scheine für Sportbootfahrer

Unterstrichen: Nicht amtlich erforderlich, jedoch besonders wichtig als Qualifikationsnachweis für das Segeln auf See (Basiswissen Küstennavigation, Segeln auf seegehenden Yachten, Sicherheit, Charter, Versicherung u.a.)

Übrige: Nicht amtlich erforderlich für Sportbootfahrer, jedoch je nach Fahrtgebiet als Qualifikationsnachweis wichtig (Sicherheit, Charter, Versicherung u.a.)

* Für den Bodensee sind besondere Führerscheine erforderlich, der SBF-Binnen gilt für einen Urlaubsaufenthalt bis max. 4 Wochen/Jahr

Die ehemaligen DSV-Führerscheine (A, BR, BK, C) gibt es seit 01.01.2003 nicht mehr, die vorhandenen Führerscheine gelten aber weiter..

Letzte Aktualisierung: 01.01.2008

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