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Hier stellen wir Ihnen in loser Reihenfolge besondere Literatur zum Thema Segeln und Seefahrt vor - bekannte, weniger bekannte und auch nur noch antiquarisch erhältliche Reportagen, Romane und Fachbücher, die uns besonders gefallen haben... (Übrigens, wir suchen antiquarische Bücher über Seefahrt und Segeln einzeln oder "kistenweise", die wir unseren Kursteilnehmern und Gästen zum Schmökern am Abend oder am Wochenende anbieten möchten. Sprechen Sie uns gern an, wenn Sie hier etwas in Ihrem Bücherschrank oder auf dem Dachboden haben, das Sie nicht mehr benötigen!) |
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05.01.2008 E.F. Knight: Falcon - eine Segelreise im Jahre 1887, Tidenhub-Verlag, Norderney 2007. Vorsicht! Diese Buchbesprechung ist parteiisch, voreingenommen und tendenziös, denn der Verfasser und Segelschulleiter ist an dem Buch nicht ganz unbeteiligt! Also, am besten sich eine eigene Meinung bilden und ein Exemplar besorgen... Der Brite Edward Frederick Knight (1852-1925), studierter Jurist, Autor und Abenteurer par excellence, war einer der ersten Segler, die mit kleinen Yachten auf große Fahrt gingen, ein Segelpionier, durchaus vergleichbar mit Johannes Voss oder Joshua Slocum. Erstaunlicherweise ist bisher keines seiner Bücher in deutscher Sprache erschienen. Die in dieser deutschen Erstausgabe beschriebene Reise im Jahre 1887 mit der Falcon von London durch Holland, entlang der deutschen Nord- und Ostseeküste in die dänischen Inseln (der Schlei widmet er fast ein komplettes Kapitel) ist sein wohl lesenswertester Yacht-Reisebericht. Knights Begeisterungsfähigkeit, seine Freude am Segeln und sein lebendiger, humorvoller Erzählstil machen es dem Leser schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Hinzu kommen seine große Aufgeschlossenheit und sein echtes Interesse an Menschen, mit dem er der Bevölkerung Hollands und der Ostseeküste begegnet, auch wenn natürlich an einigen Stellen deutlich wird, dass er manchem Vorurteil seiner Zeit verhaftet ist. Nie hat er Kontaktschwierigkeiten, fast überall findet er gleich Gesprächspartner, die Englisch sprechen - "neue Freunde", wie er diese oft mit einem Augenzwinkern nennt; und wo die Sprachbarrieren doch unüberwindlich sind, trinkt man eben ein Glas Bier zusammen, stößt miteinander an und versichert sich so gegenseitiger Sympathie! Das vorliegende Buch entstand auf der Grundlage eines recht ausführlichen Logbuchs und einiger von ihm selbst gefertigter Skizzen. Ein Teil der Faszination, die der Bericht auf Segler ausübt, liegt sicherlich darin begründet, dass das Fahrtensegeln vor 120 Jahren in vielerlei Hinsicht gar nicht so anders war als heute. Man kennt als Segler durchaus ähnliche Situationen, Erfolge und Probleme, wie sie Knight beschreibt, und fühlt sich so dem Autor auf seiner Reise recht nahe. 15 ganzseitige, exklusiv für das Buch erstellte Bilder des Norderneyer Künstlers Ole West tragen zu einem stimmungsvollen Leseerlebnis bei. Falls Sie ein Buch bestellen möchten - hier finden Sie weitere Informationen. Thomas Friße |
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07.12.2005 Robert Dluhy: Schiffstechnisches Wörterbuch, Teil I Deutsch-Englisch, Teil II Englisch-Deutsch, 5. Auflage, Vincentz Verlag, Hannover 1983 (Teil I) / 1987 (Teil II). Tausendfünfhundert Seiten in zwei Bänden mit allein etwa hunderttausend Haupteinträgen - ein Seefahrtswörterbuch dieses Umfangs dürfte wirklich einmalig sein! Die beiden Bände sind noch neu zu erhalten, kosten zusammen allerdings gut 160,- (ca. 80,00 pro Band), sicherlich der größte "Nachteil" des Werkes! Meiner Meinung nach wäre der Preis für ein aktuelles Wörterbuch dieses Umfangs vielleicht angemessen, für ein eigentlich schon antiquarisches Werk ist er aber nicht gerechtfertigt. Vielleicht lässt sich auf dem Gebrauchtbüchermarkt etwas machen... Lohnend kann z.B. auch schon der Erwerb der vorletzten Ausgabe von 1974 sein, die ich durch Zufall einmal für einen sehr geringen Betrag über ein bekanntes großes Internet-Auktionshaus ersteigern konnte. Thomas Friße |
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19.12.2003 Eine Buchvorstellung von Maren Bullermann / Bremen zum wahrscheinlich nach wie vor besten "Seglerkrimi" aller Zeiten: Erskine Childers: Das Rätsel der Sandbank, Diogenes Verlag, ISBN 3 257 20211 3 Childers schrieb seinen einzigen Roman kurz nach der Jahrhundertwende vor dem Hintergrund des zunehmenden Wettrüstens im Flottenbereich zwischen Deutschland und England. Maren Bullermann |
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01.05.2002 Arturo Pérez-Reverte: Die Seekarte. Econ Ullstein List Verlag, München 2001. Dieser Roman mit, wie sich im Handlungsverlauf zeigt, durchaus mehrdeutigem Titel umfaßt 650 Seiten aber keine ist zuviel! Zugleich Novelle, Kriminal-, Schatzsucher-, Seefahrer- und Liebesgeschichte hält das Buch Spannung und dichte Atmosphäre bis zur letzten Seite, wirklich gelungen! Thomas Friße |
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15.03.2001 Ohne Autorenangabe: Segel-ABC. Edition Maritim Bielefeld, 2000. Sicher eines der kleinsten und dünnsten Fachbücher für den Wassersport, aber auch eines mit einem der "kleinsten Preise" (DM 5,-). Wenn man sich über Einzelheiten der zwangsläufig sehr begrenzten Themenauswahl auch unterhalten kann, so trägt das Buch doch zum Füllen einer Lücke bei: Viele Segeleinsteiger oder am Segelsport Interessierte suchen nach einem preisgünstigen Titel, der einen ersten Einblick in die wichtigsten Zusammenhänge und Regeln gibt. Und das bietet dieses Buch allemal! In der gleichen Reihe "Wegweiser" sind zum gleichen Preis u.a. auch Titel über Segelschiffe, Knoten sowie See- und Küstenvögel erschienen. Thomas Friße |
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06.12.2000 Walter, Gerd Fritz: Hafenmanöver unter Segel. Walter-Verlag Saarbrücken, o.J. (ca.1999). Ein Thema, das sicherlich größerer Aufmeksamkeit wert ist, als ihm heute in der Zeit starker Segelyacht-Maschinen und enger Yachthäfen zukommt: Wichtige Manöver auch unter Segeln zu üben bzw. fahren zu können. Auf diese Weise verbessern sich die seglerischen Fertigkeiten erheblich, der Umgang mit der Yacht wird routinierter und sicherer, und nicht der unwichtigste Aspekt es macht einfach Spaß. Deshalb ist ein Buch mit diesem nicht oft behandelten Thema sehr zu begrüßen. Thomas Friße |
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11.11.2000 Zur Zeit viel gelesen, seit einigen Monaten auch verfilmt: Eine Art Reportage über einen der heftigsten Stürme vor der amerikanischen Ostküste. Junger beginnt sehr vielversprechend: Er schildert die Welt der Hochseefischer und Bootsbesatzungen in einer kleinen Hafenstadt im Nordosten der USA. Man meint, das Leben "toben" zu hören. Nach einigen Seiten jedoch gleitet das Buch ab ins Allgemeine, der Blickwinkel verändert sich mehrfach aus nicht immer erfindlichen Gründen. So erscheint das Buch aus literarischer Sicht meiner Meinung nach etwas "zusammengewürfelt". Die Schilderungen des Jahrhundertsturms, seiner Auswirkungen und der Versuch einer Rekonstruktion des Untergangs eines Hochseefischerbootes sind jedoch sehr beeindruckend. Vorsichtig gesagt erhöhen sie den Respekt vor der See erheblich. Da ist action drin, man hört förmlich die sich donnernd brechenden Wellenungetüme, sieht den Kampf der Schiffe und ihrer Besatzungen in dem Inferno aus Wasser und Gischt. Das gleiche Thema, aber doch ganz anders: Ich fand das Buch vor einigen Jahren zufällig auf einem Bücherflohmarkt, es dürfte nicht mehr im aktuellen Buchhandel sondern nur noch antiquarisch erhältlich sein. (Nach Informationen von Frau Niederfranke/Netphen vom 14.03.01 ist das Buch unter dem alten Titel "Von Dienstag bis Dienstag" in einigen Bibliotheken vorrätig). Thomas Friße |
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Letzte Aktualisierung: 02.12.2008Zurück: .. Literaturtipps |